Do ut des

Do ut des (ich gebe, damit du gibst): Ich erfülle meinen Vertrag, weil ich will, dass du deinen Vertrag erfüllst. Ich opfere den Göttern, weil ich etwas von ihnen dafür erbitte.

Das gehört für mich zu den wirklich interessantesten Lernerfahrungen: Hilf anderen, ihren Traum zu leben, dann wird dir geholfen, deinen zu leben. Das Interessante dabei ist, dass die Hilfe durchaus von jemandem ganz anderen kommen kann, als von dem, dem man geholfen hat. Und vielleicht auch viel später, als man möglicherweise hofft.

Natürlich braucht alles eine Balance. Wenn man ganz im Altruismus aufgeht und plötzlich so gar keine Zeit mehr dafür hat, sich um die eigenen Verpflichtungen zu kümmern, fehlt es an dieser Balance. Muss man, glaube ich, nicht erklären. Ich sehe aber täglich weniger Gründe, irgend jemanden als meinen Konkurrenten zu betrachten. Vielmehr ergibt es einen größeren Sinn, den anderen, der im gleichen Feld pflügt, als Kollegen zu betrachten und zu versuchen, zu gemeinsamen Lernerfahrungen zu kommen.

Natürlich öffnet das die Tore für Missbrauch. Klar. Und doch glaube ich, dass man es so hinkriegen kann, dass man nicht nur Co-existiert, sondern Co-profitiert.

Manchmal – vielleicht meistens – muss man halt selbst den ersten Schritt machen … und Geduld mitbringen, zu lernen 🙂

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