Am liebsten

Was man eigentlich oft zu hören bekommt, ist, man solle sich das aussuchen, was man am liebsten macht und sich darauf konzentrieren. Dann sei das Herz ganz weit offen und man sei wirklich authentisch. Dazu habe ich heute folgendes gelesen:

Am liebsten guck’ ich fernsehen und esse dabei Popcorn – nur, dafür bezahlt mich leider niemand, obwohl  ich da ganz authentisch bin.

Fredmund Malik hingegen meint, man muss sich nicht daran orientieren, was man am liebsten macht, sondern was man am besten kann – und von dem Punkt ausgehend sich stetig in Richtung tatsächlicher Kunden weiter entwickeln.

Was klingt plausibler? Blöde Frage, nicht wahr?

Andererseits, so blöd ist die Frage gar nicht. Nur mal angenommen, man sei Popkorn-Testesser – dann würde man sehr wohl dafür bezahlt werden, nicht wahr? Oder angenommen man schriebe ein Buch oder einen Artikel über jemanden, der popkornsüchtig ist, oder war, dann würde man sich dabei in dessen Rolle versetzen, um einen entsprechenden Blick für das zu Schreibende bekommen – und also indirekt doch dafür bezahlt werden. Oder … Sie sehen, man sollte sich nicht zu früh mit Denken in Schubladen zufrieden geben. Ich kann mir vorstellen, dass man für so manches Geld bekommt, was man sich auf den ersten Blick, ja selbst auf den zweiten Blick nicht vorstellen kann! 🙂

Comments on this entry are closed.