Flory

Manchmal geht man in die Kontemplation oder in ein Gebet und nimmt in dieser Zeit Ideen auf, von denen man nicht weiß, was das soll. Und doch ist, was man bekommt real – auch wenn man nicht immer das Glück hat, herauszufinden, wo es gerade her kam.

Flory

Als ich am Wochenende unseren Keller ausräumen musste, nutzte ich die Gelegenheit, meine alten Tagebücher wegzuwerfen – nicht ohne vorher einen Blick in das eine oder andere zu werfen. In einem der Tagebücher fand ich Notizen zu einer Kontemplationserfahrung, die, auch wenn es nur eine Allerweltserfahrung war, doch bemerkenswert für mich war. Ich saß in meinem Zimmer und wiederholte mein Mantra, bis ich langsam aber sicher wegdriftete. Nach einer Weile sah ich etwas entfernt jemanden vor einer Staffelei sitzen und malen. Als ich ein wenig näher kam, sah ich, dass dieser Jemand einen Papagei malte. In meiner Erfahrung waren es Farben, die mit einem Pinsel aufgetragen wurden und die Farben waren leuchtend und intensiv. Es war eine schöne Erfahrung.

Als ich wieder aus der Kontemplation zurück war, machte ich eine entsprechende Notiz in mein Tagebuch – eben die, die ich beim Aufräumen fand. Und gerade, als ich mit der Notiz fertig war, klopfte meine Frau an die Tür. Sie brachte mir eine Zeichnung, die sie gerade gemacht hatte – einen Papagei … den, den Sie über diesem kleinen Artikel sehen.

Erfahrungen während der Kontemplation oder dem Gebet sind real – auch, wenn wir sie nicht immer zuordnen können!

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