Kunst, Kreativität, Innovation

Von 13.000 befragten Frauen und Männern konnten 85% eine Episode aus ihrer Schulzeit erinnern, bei der sie sich so sehr geschämt hatten, dass es ihr Selbstvertrauen und die Art, wie sie lernten, schädigte … und die Hälfte dieser Erlebnisse hatten mit Kunst oder Kreativität zu tun: Ist es ein Wunder, dass so viele Menschen mit Widerwillen zur Arbeit gehen? Und Arbeiten verrichten, die kaum erwähnenswert sind? Arbeiten, die sie noch nicht mal in die Nähe ihrer wirklichen Fähigkeiten bringt?

Die Erfahrung lehrt, dass wirklicher Forschritt entlang von Irrtümern verläuft – Irrtümer, die irgendwer begehen muss. Wenn sich aber 85% von uns davor fürchten, sie zu begehen, weil man dann als Looser oder Depp da steht: Auf wieviel Weiterentwicklung verzichten wir dann? Wo könnten wir – sowohl als Einzelne als auch als Gemeinschaft – stehen, wenn sich jeder traute, das aus sich herauszuholen, was er/sie im eigenen Inneren findet – auch auf die Gefahr hin, als vollkommener Idiot dazustehen?

Man kann es auch anders sagen: 85% von uns allen haben nicht nur Furcht davor, Träume im eigenen Selbst zu entdecken und zu leben, sondern geben dieser Furcht nach und bleiben wie gelähmt in einer Art geistigem Korstett stecken.

Machen wir uns nichts vor, die rasant sich entwickelnde Technisierung unserer Welt wird uns allen immer weniger Gelegenheit lassen, sich mit Arbeiten zu beschäftigen, die auch (und dann auch noch viel besser!) von Maschinen gemacht werden können.

Seit Jahrzehnten rücken Religion und Spiritualität immer weiter in den Vordergrund gesellschaftlicher Aufmerksamkeit – und das ist auch gut so, denn im Gegensatz zur Psychologie, die im Grunde eine statistikbasierte Forschung ist und folglich das Mechanische des Menschen anspricht, ist es der eigene spirituelle Weg, der darauf zielt das zu finden, was nur durch Einzelnen in die Welt kommen kann – und dadruch immer wieder die gesamte Welt verändert!

Es wird langsam Zeit, den Maschinen die Produktionswelt zu überlassen und sich damit zu beschäftigen, was in einem steckt – und alles daran zu setzen, was es braucht, das nach draußen ins Licht zu bringen … ganz gleich, wer darüber lacht!

Comments on this entry are closed.