About Business

Angenommen, Sie haben etwas über Selbstreflexion gelesen und sich dann ein wenig Zeit genommen, sich selbst (neu?) zu betrachten: Wie würden Sie sich jetzt beschreiben?

Nein, ernsthaft: Wenn nicht schon geschehen, nutzen Sie diesen Augenblick, um Ihren Eindruck in ein paar Worten festzuhalten!

Und? Notiert?

Angenommen, Sie sollten Ihre Selbstreflexion durch oder an Hand von Bildern ausdrücken. Oder mittels Fotos. Welche würden Sie wählen?

Oder Musik? Welche Musik würde Ihre Selbstreflexion am besten zum Ausdruck bringen? „Einmal um die ganze Welt und die Taschen voller Geld?” vielleicht? 🙂

Und wie würden Sie’s mit Blumen sagen?

„Etwas durch die Blume sagen“ ist eine Redewendung, die seit dem 16. Jahrhundert belegt ist ( →). Vermutlich bezieht sich diese Redewendung auf die Blumensprache, nach der jeder Blume eine bestimmte Bedeutung oder Aussage zukommt.

Wie also würden Sie sich beschreiben? Vielleicht mit Klatschmohn (= ich kann schweigen)? Oder einer Kornblume (= ich bleibe immer dran)? Oder gar mit einem Bouquet von drei roten Rosen, umgeben von Kornblumen und Lavendel? Etwa so:

Ich hab mich selbst wirklich gern und akzeptiere mich – mit meinen Fehlern und meinen Stärken. Das gibt mir die Kraft, an den wirklich wichtigen Zielen im Leben dranzubleiben und sie am Ende auch immer zu erreichen!

Es ist ganz erstaunlich, wie man sehr Komplexes durch etwas sehr Einfaches zum Ausdruck bringen kann, nicht wahr? Zielorientiertheit, Zuversicht … zwei ziemlich komplexe Begriffe, die sich mit einem Sträußchen Lavendel auch – nur vielleicht schöner sagen ließen.

Und was ist das, was Sie durch Ihre Kunst sagen? Was bringen Sie durch das, was Sie tun zum Ausdruck? Was ist die Geschichte, die Sie erzählen?

Und Business?

Nehmen Sie das Wort Umsatz – ein komplexer Begriff. Was sagt er Ihnen? Dass Sie jemandem ein bisschen Geld abluchsen konnten? Oder dass Sie mit Ihrer Kunst jemandes Herz haben öffnen können? Ihnen etwas abzukaufen ist weit mehr als nur Zustimmung – wer wollte das auf Geld reduzieren?

Stellen Sie sich nur für einen Moment die spirituelle Dimension vor, die durch den Begriff Umsatz zum Ausdruck kommt: Jemand denkt vielleicht über den Geburtstag der besten Freundin nach – und welche Überraschung man ihr machen könnte. Es müsste etwas Besonderes sein, ganz klar, etwas ganz Außergewöhnliches. Aber dieses Außergewöhnliche ist vor dem inneren Auge noch nicht fest fixiert, eher noch feiner Nebel, aber verbunden mit einer gewissen Zuversicht, es zu finden … und findet es schließlich in Ihrer Kunst. Sie konnten also in Ihrem Herzen aufnehmen, wonach Ihre Kunden suchten und es durch Ihre Kunst zum Ausdruck bringen. Lange vor diesem Umsatz waren Sie und Ihr Kunde im Inneren verbunden – genau das erzählt der Begriff Umsatz!

Aber im Umsatz steckt noch viel mehr! Zum Beispiel der Preis, den Sie für Ihre Kunst, bzw. für eines Ihrer Kunststücke zuvor festgelegt haben. Und was ist ein Preis? Spiegelt er nicht als Zahl wider, wie sehr Sie das, was Sie schaffen, wertschätzen – welchen Wert Sie schätzen? Und somit zeigt der Umsatz, ob und ggf. wieviel Sie von Ihrer Vorstellungskraft (und was ist eine Schätzung sonst?) wahr machen konnten.

Business ist viel mehr als nur Geschäftstätigkeit oder eine Umschreibung dafür, wie man Geld verdient. Business ist ein Werkzeug das Ihnen helfen kann, mehr über sich selbst zu verstehen: Über Ihre Vorstellungskraft, Ihre Hingabe oder Ihre Fähigkeit, sich mit anderen zu verbinden. Business ist gelebte Spiritualität!

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  • …ja, dann beginnt ein echtes Abenteuer. Teuer? Huch nein…. bloß nicht. Das zum Gedanken: Was wenn ich keinen Umsatz mache…?“
    Aber Abenbillig will sicher keiner… Klingt zudem auch blöd.
    Aber da fällt mir ein: Abend-euer- da geht das schon wieder..
    🙂

    • rk-f

      🙂 Prinzipiell habe ich kein Problem mit der Idee, um Umsatz zu machen, alles mögliche anzustellen 🙂 – es passt nur halt nicht auf die Kleinkunst-Handwerker oder die Kleinunternehmer, bzw. auf deren Mentalität. Hmmm … da muss ich dann doch gleich mal was draus machen 🙂

      • ..“was draus machen…“ das gefällt mir sehr. Ich liebe die Kunst, aus den schwierigen (erscheinenden) Dingen etwas zu machen, das dieses Ding dann ganz anders aussehen lässt.
        Freu mich drauf!
        Für diese Kunst ist wahrlich Bedarf….
        🙂

      • ..“was draus machen…“ das gefällt mir sehr. Ich liebe die Kunst, aus den schwierig (erscheinenden) Dingen etwas zu machen, das dieses Ding dann ganz anders aussehen lässt.
        Freu mich drauf!
        Für diese Kunst ist wahrlich Bedarf….
        🙂

  • Hi, Raimund
    nice to be here… 🙂
    Zu „Umsatz“ fällt mir ein: ( spielerisch)
    Satz um Satz baue ich (schreibend) mein Business auf und aus..
    „UmUmsatz“ klingt komisch, ist es auch. Was tun Menschen nicht alles UmUmsatz zu machen..
    Einsatz.. wäre schön, alles mit einem Satz um. un beschreiben zu können.
    Das war nun das, was sich zeigen konnte, als ich den Vorhang weggezogen habe…
    Danke für Deine Inspiration und den Ball zuwerfen.
    So habe ich einen schönen ZUsatz.. 🙂

    Spielerische Grüße
    Dagmar

    • rk-f

      „UmUmsatz” 🙂 … Herrlich! 🙂 Das klingt dann schon fast wie ein Mantra, oder? Und immer klingt irgendwie mit „Oh Gott, was ist, wenn ich keinen mache?!”