Bella Horizonte

These: Ich glaube, Gott wollte, dass wir uns nur mit dem Hier und Jetzt beschäftigen. Warum? Weil, ganz gleich wie auch immer man sich dem Horizont nähert, dieser im selben Maße zurückweicht. Das gilt für den vor einem liegenden ebenso, wie für jeden anderen um einen herum.

Wenn wir über den Horizont hinausgehen und weit in den Weltraum blicken, sehen wir das Licht von Sternen, die es längst schon nicht mehr gibt. Wir sehen Trügerisches. In der anderen Richtung ist es auch nicht besser: War ich immer? Und was war davor?

Es bleibt nur Hier und Jetzt, das zwischen uns und dem Horizont. Und ist es nicht erstaunlich, dass wir darüber so wenig wissen?

Aber immerhin wissen wir etwas – zum Beispiel, dass sich alles verändert und nichts bleibt – zumindest nicht wie es ist. Manches ändert sich rasend schnell, anderes langsam. Manchmal so langsam, dass man glaubt, es sei so für die Ewigkeit. Ändert sich die Ewigkeit?

Darüber hinaus scheint Veränderung Regeln zu folgen: Erst klein, dann Wachstum, schließlich Auflösung. Anfangs jung, dann alt; nimmt Energie auf, behält einen Teil für sich, gibt den Rest wieder ab. Verkehrt sich ins Gegenteil und lebt inmitten – oder als Vermittler – von Gegensätzlichkeiten.

Wenn sich alles ändert, ständig und immer, langsam oder schnell, kann man nichts festhalten. Nur scheinbar. Vielleicht nicht mal kurz. Aber immerhin kann man sich daran erfreuen – so lange es eben dauert. Dann zieht man weiter. Ohne Bedauern. Ohne sich umzuschau’n.

So ist das Leben. So ist mein Leben. Hier und Jetzt.

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