Ideenfindung

Die australischen Aborigines hatten, wie ich finde, eine sehr interessante Technik, ihre Imagination einzusetzen: Ehe sie sich auf die Jagd machten, gingen sie in einen Trancezustand und fragten Mutter Erde, für welches Tier der Zeitpunkt gekommen war und dessen Fleisch jetzt den Stamm ernähren sollte. Das Tier, das sie in diesem Zustand fanden, zeichneten sie auf den Bumerang, der eigens für diese Jagd angefertigt wurde. Dann dankten Sie sowohl Mutter Erde als auch dem Tier – und machten sich auf den Weg, es zu finden.

Taoistische Handwerker des alten Japans gingen in die Einsamkeit der Berge, um in der Meditation ihr nächstes Werkstück zu finden. Sie blieben in diesem Zustand, bis sie diesen Gegenstand so klar vor Augen hatten, als stünde er tatsächlich vor ihnen. Dann kehrten sie in Ihre Werkstatt zurück und fertigten es an – ohne dabei Maßband, Winkel oder Lot zu nutzen – einfach, in dem sie unter höchster Konzentration ihre inneren Bilder nach draußen brachten.

Michelangelo suchte in den Marmor-Steinbrüchen Carraras nach Skulpturen, die er in den Steinen eingeschlossen sah. Er sagte, seine ganze Arbeit bestünde lediglich darin, diese Skulpturen vom sie umgebenden Stein zu befreien …

Welches ist Ihr Weg?

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  • Ich bin selbst kein Künstler, besuche jedoch hin und wieder kleinere Ausstellungen aus Interesse an Kreativität. Gelegentlich beteilige ich mich an der Beantwortung von Fragen beim Online-Brainstorming. Dort finde ich Antworten durch das Stöbern in Cliparts die einen neuen Aspekt zu einem Thema einblenden. In letzter Zeit experimentiere ich mit Wortassoziationen bei denen ich zwei Gruppen von Schlüsselbegriffen gegenüberstelle („Semantische Intuition“,“Attribute Listing“,“Morphologischer Kasten“). Man kann das mit nebeneinandergelegten Zetteln, Excel oder einfacher Software durchführen bis sich verwertbare Assoziationen einstellen.

    • rk-f

      Klasse! Dein „Experiment” gefällt mir saugut! Werd‘ ich auch probieren! Danke für den Hinweis! 🙂