Profi oder Dilettant?

Beide Begriffe werden fast immer falsch gebraucht und falsch verstanden: Dilettantismus und Professionalität. Mit dilettantisch wird oft etwas bezeichnet, was jämmerlich schlecht erscheint. Dilettantisch eben. Und wenn etwas sehr gut aussieht heißt es oft, es sähe professionell aus.

Professionell ist aber ein Zustand, kein Aussehen und ein Dilettant kann durchaus etwas sehr viel Schöneres und Besseres zustande bringen, als ein Profi. Was beide voneinander unterscheidet liegt nicht in dem, was sie hervorbringen, sondern im Warum!

Ein Dilettant macht was er macht weil es ihm Spaß macht, ein Profi vielleicht auch. Ein Profi hat aber immer auch die Bezahlung für sein Tun im Auge. Er tut was er tut für Geld.

Vielleicht werfen Sie noch einmal einen kurzen Blick auf Greg und Pam: → Was würden Sie sagen: Dilettant (Pam) vs Profi (Greg)?

Tatsächlich ist es genau umgekehrt! Pam, die ihre Kunst eigentlich für sich selbst macht, ist zumindest Halbprofi, denn sie will ihre Sachen auch verkaufen. Hier ein Satz aus dem Interview mit ihr:

„(…) es wäre natürlich einfacher, wenn man jemanden hätte, der Werbung und Verkauf erledigte …”

Greg, auf der anderen Seite, würde man unterstellen, dass er schon weil er sehr professionell trainierte eben auch ein Profi war. War er aber nicht. Ihm ging es ums Springen vom Turm, um Teilnehmen an Wettbewerben und natürlich ums Gewinnen. Das war seine Berufung, nicht sein Beruf!

Ich glaube, es ist absolut notwendig, sich diesen Unterschied wirklich und restlos klar zu machen! Wenn jemand seine Sachen im Web anbietet, egal in welcher Form, wenn jemand seine Sachen auf Messen oder Märkten zum Kauf anbietet, handelt er oder sie professionell – und sollte sich die Frage stellen: „Bin ich ein guter oder ein schlechter Profi?”

Ich bin sicher, wenn man sich das erst einmal klar gemacht hat, ändern sich alle Perspektiven – und damit zwangsläufig die Selbstorganisation.

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