Synapsen

Synapsen nennt man die winzigen Zwischenräume zwischen Ende einer Nervenzelle und Anfang einer oder vieler anderer (Nerven-)Zellen. Es gibt verschiedene, aber mit Abstand am häufigsten sind die, in denen ankommende elektrische Impulse der Nervenzelle in Chemie verwandelt umgewandelt werden müssen, um zur nächsten Zelle zu kommen. Das ist der Dreiklang: Einströmen, Ausströmen – und Verwandlung. Positv, negativ und ein neutraler Vermittler.

Auf die Einströmung hat man keinen Einfluss – ebenso wenig wie jemand die Sonne abschalten kann. Entweder ist da was, oder es ist da nix. Genauso wenig lässt sich die Reaktion verhindern. Sie können sich zwar vornehmen, nie wieder aufs Klo zu gehen, aber … probieren Sie es aus 🙂 Die Einströmung erzwingt eine Ausströmung.

Bleibt das, was beides miteinander verbindet. Den Raum, in dem die Verwandlung geschieht. In dem etwas aus etwas anderem wird.

Zwischen den Nervenzellen nennt man ihn, wie schon gesagt, Synapse, in der Psychologie Traum, und im Spirituellen Bewusstsein. Der Unterschied liegt im Grunde lediglich in der Größenordnung: Zwischen zwei Zellen braucht es keine Psychologie, zwischen Myriaden von Zellen aber schon. Und das, was über das Empfinden eines einzelnen Menschen hinausgeht, braucht keine Psychologie sondern Spiritualität.

Einströmen, umsetzen und ausströmen geschieht anfangs rein mechanisch und bildet vom ersten Moment an Muster: Atmen, Herzschlag, Darmbewegungen, hören, später sehen und gehen, Vorlieben und Abneigungen, Interesse und Desinteresse, etc.pp. So wachsen wir auf. So werden wir zu dem, was wir sind: Selbstsüchtig. Oder besser: Auf der Suche nach dem Selbst.

Basteln und alles Artverwandte ist im Grunde für uns selbst. Genauer: Für das, wofür wir uns halten. Es ist Kreativität im Austausch für ein gutes Gefühl. Oder um es mit Dethlefsen zu sagen:

„Hätte der geworfene Stein Bewusstsein, würde er sagen, ich fliege, weil ich will …”

Ich möchte, dass Sie darüber hinaus gehen!

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