Sich selbst ändern

„Wer sich selbst nicht managen kann, kann überhaupt nichts managen!”

Klingt martialisch, irgendwie, oder?

Trifft es zu?

Ich weiß es nicht.

Denkbar ist, dass jemand funktionierende und effektive Gewohnheiten anerzogen bekommen hat und dann im Grunde gar kein Selbstmanagement betreibt, sondern nur funktioniert – das aber sehr gut.

Und, ja, umgekehrt, glaube ich, dass oft selbst die besten Geschäftsideen nicht aufgehen, wenn der, der sie umsetzen will, nicht diszipliniert genug ist und nicht sieht, dass er (oder sie) selbst es ist, der/die sich ändern muss, um eine Katastrophe zu vermeiden.

So gesehen glaube ich, dass viele – allen voran ich selbst – immer wieder an diversen Stellschräubchen des eigenen Selbstmanagements zu drehen haben, um nicht selbst das größte Problem darzustellen, dass ein Geschäft hat!

Aber sollte man nicht annehmen, dass ab einem gewissen Alter oder doch wenigstens ab einem bestimmten Maß von Erfahrung alle Stellschräubchen eingestellt sind? Oder sein sollten?

Auch das weiß ich nicht – und wenn es so wäre, würde ich eher glauben, dass das nicht die Lösung, sondern eher ein Problem ist. In einem sich ständig ändernden Umfeld (und welches ändert sich nicht ständig?!) ist schwer vorstellbar, dass immer die gleiche Einstellung und immer die gleiche Vorgensweise den gleichen Erfolg bringt.

Wie auch immer, wenn man also entdeckt hat, dass man etwas an sich ändern muss, sollte man das doch auch tun. Die Frage ist, ob man es kann!

Es gibt viele Untersuchungen, die sich mit Veränderungen beschäftigt haben. Sie alle zeigen, dass Veränderungen, vor allem am eigenen Verhalten, keineswegs per Knopfdruck installiert werden können. Schön wär’s! Selbst ganz einfache Veränderungen wie jedesmal vor dem Essen ein Glas Wasser zu trinken, braucht bis zu vier Wochen, bis daraus ein einigermaßen stabiles Muster geworden ist.

Welchen Aufwand wird man also erst treiben müssen, wenn es um ganz tiefsitzende Denkgewohnheiten geht?!

Ich bin dieser Tage über einen Satz gestolpert, der mir viel Inspiration in diesem Sinne gegeben hat – ich möchte ihn hier gerne an Sie weiterreichen:

Ersetzen Sie Ihre Neigungen und Vorlieben durch neue und bessere, aber tun Sie es aus einem Geist der Liebe heraus – der Liebe sich selbst gegenüber.

In diesem Sinne: Happy changing 🙂

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